Weltreise achte Etappe – Vancouver Island bis Jasper

Von Nanaimo auf Vancouver Island ging es per Fähre wieder aufs Festland und über Whisper, Pemberton, Kamloops, Clearwater nach Jasper. Auf der gut 800km langen Strecke durchfährt man eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit Bergen über 3000m, Pässen, flacher Prärie und zerklüftetem Hügelland. So großartig die Landschaft ist, so wenig bewohnt ist sie auch, einzige ausnahme ist Kamloops, dass als Eisenbahnknotenpunkt ein Zentrum in der Prairie zwischen den beiden Zügen der Rocky Mountains bildet. In der Nähe von Pemberton erlebte ich auch meine erste Überraschung: Die geplante Wanderung zu den an einem Pass gelegenen Joffre Lakes endete kläglich nach 100m am ersten See. Der Schnee lag noch einen guten Meter hoch, Wanderwege waren nicht zu erkennen und ohne Schneeschuhe schon gar nicht zu begehen. Wandern war erst in der Prairie und in Clearwater wieder möglich. Vor allem die Touren von Clearwater nach Wells Gray zu den Wasserfällen waren sehr spektakulär. In Jasper holte mich das Schneeproblem wieder ein, nur in den Tälern waren einzelne Wege begehbar. Trotz allem habe ich die Fahrt durch die traumhaften Landschaften genossen und viele Leute aus aller Welt, darunter auch einige nach Kanada ausgewanderte Deutsche, getroffen.

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Weltreise siebte Station – Vancouver und Vancouver Island

Von Tokyo aus ging es weiter nach Kanada. Erste Station war Vancouver, diese wunderbare Stadt am Pazifik. Da ich ein Hotel direkt in der Innenstadt aber gleichzeitig direkt am Strand ergattert hatte, war ich optimal untergebracht. Eine Runde um den Stanley Park war Pflicht, ebenso eine Tour durch die Stadt. Was ich aber unbedingt wollte, war eine Aufnahme der Skyline zur blauen Stunde. Da auch ein toller Sonnenuntergang geboten war, war Eile angesagt: Vom Strand mit Sonnenuntergang bis zum Platz für die Skylineaufnahmen waren es gut 2 km, die in höchstens 20 Minuten zurückzulegen waren. Hat geklappt und die Skyline ist mit der untergehenden Sonne ganz besonders beeindruckend.

Von Vancouver ging es per Fähre weiter auf Vancouver Island und dort nach Ucluelet und Tofino. Diese beiden kleinen Orte liegen direkt am Pazifik und im Bereich des kalten Regenwaldes mit bis zu 6650 mm Niederschlag pro Jahr. In diesem Gebiet wachsen gigantische Fichten und Douglasien, die bis zu 96m Höhe erreichen und durch den Moosbewuchs wie verwunschene grüne Geister aussehen. Überrascht war ich, dass auf den Bergen noch reichlich Schnee lag, ein Thema das mich auf der weiteren Reise noch etwas begleitet hat. Auf Vancouver Island hat es mich nicht betroffen, das Wetter war weitgehend trocken bis sonnig und ich konnte die geplanten Wandertouren und eine Bootstour zu den Schwarzbären machen. Letzteres war eine ziemlich windige Angelegenheit, die Zodiaks erreichen zwischen 50 und 80 Stundenkilometer, sind aber angenehm leise. Es zeigten sich an den Ufern auch reichlich Bären, die dort nach Krebsen suchen. Ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Wegen Regen fiel allerdings die noch geplante Tour zu den Orkas aus.

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Weltreise sechste Station – Tokyo

Da kommt man morgens um 9 in Tokyo an, hat im Flieger nicht geschlafen, der Bauch grummelt noch aus Kambodscha, der Fuß tut weh, es regnet und das Hotelzimmer wird erst um 15 Uhr frei, und dann soll man diese Stadt toll finden? Zumindest am Ankunftstag ist das nicht gelungen. Doch wie so oft ändert sich mit dem Wetter auch die Laune, am nächsten Tag schien die Sonne und die Touren durch diesen Moloch von Stadt fingen an Spaß zu machen. Es hat einen Tag gedauert, bis wir mit dem U-Bahn-System, das von zwei getrennten Gesellschaften betrieben wird, zurecht kamen und wir die richtigen Mehrtagestickets hatten.

Was mich als erstes überrascht hat: die Straßen und U-Bahnen sind- anders als immer in Filmen dargestellt – bei weitem nicht voll. Man kann problemlos auf Nebenstraßen mitten auf der Straße schlendern, in der U-Bahn hab ich immer einen Sitzplatz bekommen. Nur frühmorgens und gegen 19 Uhr wird es kurzzeitig voll und es herrscht beängstigendes Gedränge.

Wir haben Tokyo meist zu Fuß erobert. In sechs Touren haben wir versucht, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Tokyo anzusehen. Das reichte von herrlichen japanischen Gärten, den Kaiserlichen Garten, diversen Tempeln über die Einkaufsstraßen bis zu den Aussichtspunkten auf dem Rathaus und dem Skytree. Dazu haben wir kulinarisch vom Automatenrestaurant um die Ecke bis zum Feinschmeckerrestaurant ebenfalls vieles ausprobiert, teilweise ohne zu wissen, was wir wirklich bestellt hatten. Lecker wars in allen Fällen. Womit wir beim zweiten sind, was mich überrascht hat: Man kann in Tokyo durchaus auch günstig leben als Tourist (man muß aber nicht). Nicht alle Verrücktheiten in Tokyo haben wir probiert, das Robotcafe z.B. haben wir ausgelassen. Das Eulencafe mussten wir uns aber ansehen (daher die Eulen in der Bildergalerie), auch wenn der Tierschützer in uns bedenken hatte.

Was uns überrscht hat ist, wie wenige Japaner Englisch verstehen. Doch immer, wenn wir auch nur kurz an einer Stelle gezögert oder länger auf einen Plan geschaut haben, war sofort jemand da, der englisch verstand und uns nur zu gerne weiterhelfen wollte. Von diesen organisierten Helfern haben wir manchen guten Tip bekommen. Überrascht hat uns auch die absolute Pünktlichkeit. Verspätungen bei der U-Bahn: 0%. Da können sich unsere DB und diverse Verkehrsbetriebe eine dicke Scheibe abschneiden!

Sechs Tage reichen bei weitem nicht, um diese Stadt kennen zu lernen, aber sie haben einen bleibenden Eindruck hinterlasse.

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Weltreise fünfte Station – Siem Reap und Angkor Wat

Siem Reap war für uns drei hier ein unbeschriebenes Blatt. Wir hatten nur gehört, dass Angkor sehr überlaufen sein soll und die Stadt eine Partymeile. Letzteres stimmt für das Stadtzentrum. Die Innenstadt hat sich genauso gezeigt wie Khaosan in Bangkok, Feiern und Party aller Orten, dazwischen Restaurants und Massagesalons (die allerdings nicht direkt an der Straße die Füße massiert haben). Das Gewusel mit Mopeds, Tuktuks und Autos ist wesentlich heftiger in Siem Reap und es geht auf den Straßen erheblich chaotischer zu. Fahrspuren, Fahrtrichtungen, Licht, Blinker, alles nur Empfehlungen. Mit einem Moped kommt man auch gegen die Fahrtrichtung durch.

Das Hotel war recht klein aber dadurch sehr um seine Gäste besorgt. Wir waren in der Anfangszeit fast die einzigen, hatten riesen Zimmer und der Swimmingpool war angenehm kühl. Zu Anfang empfand ich die Fragen des Hotelchefs als etwas neugierig und aufdringlich, doch wir haben durch ihn manchen Tip bekommen. Ohne ihn hätten wir das eine  oder andere nicht ohne weiteres machen können. Durchaus empfehlenswert.

Am ersten ganzen Tag waren wir dann in Angkor mit einem Drei-Tages-Pass. Wir hätten gleich 5 Tage nehmen sollen, denn der Pass reicht bis zu 40km ins Umland und wird immer wieder abgeprüft. In Angkor selbst war es voll. Doch sobald man den Weg der Bustouren verließ wurde es deutlich ruhiger. In der sogenannten kurzen Tour des ersten Tages (die vom Laufen die längere ist) sind 5 Tempel enthalten, die wir alle bei den schweißtreibenden Temperaturen abgeklappert haben. Neun Stunden schwitzen, laufen, trinken, fotografieren. Hat sich gelohnt und schon in Angkor Thom wurde es deutlich ruhiger, man konnte teilweise frei fotografieren. Am Folgetag haben wir dann die große Runde (die nur für den Tuktuk-Fahrer länger ist) abgefahren.

Am dritten Tag gabs eine Fahrt in das Nationalreservat im klappernden Van auf steilen einspurigen Schotterpisten. Die Fahrt lohnte schon wegen der Dschungeltour, Highlight war aber der Wasserfall mit den badenden Kambodschanern, die alle reichlich Spaß daran hatten, fotografiert zu werden. Auf dem Rückweg waren noch zwei Tempel zu besichtigen, womit wir dann unseren Drei-Tages-Pass für Angkor verbraucht hatten.

Den vierten Tag wollten wir in einer floating Village verbringen, doch der Hotelchef warnte uns, das wegen des bevorstehenden Neujahrsfestes der Khmer und des Königsbesuches Angkor für ein paar Tage geschlossen bleiben würde (das hat dann die eintreffenden neuen Hotelgäste voll erwischt). So beschafften wir noch einen Eintagespass und fuhren mit einem einem altersschwachen Tuktuk weitere drei Tempel ab. Da wir schon mittags fertig waren fragte uns der Fahrer, ob wir noch die Floating Village sehen möchte (eine andere als die ursprünglich geplante). Wir wollten und fuhren mit Mundschutz die staubige Straße bis zum Tonle Sap. Dort bekamen wir ein Boot nur für uns und eine spannende Fahrt durch das Fischerdorf mit den hoch gesetzten Bauten bis zu einer Krokodilfarm auf dem See. Das war mit Sicherheit die bessere Tour.

Am letzten Tag war relaxen angesagt. Abends wollten wir in der Stadt noch ein Bier trinken. Da es schon dunkel war, ließ ich die Kamera im Hotel. Das war mein Glück. Denn inzwischen war das hiesige Silvester voll ausgebrochen. Die ganze Innenstadt war dichtest gedrängt voller Menschen, Autos, Tuktuks und Motorädern. Die Passanten am Straßenrand und in der Partymeile sowie auf den Pickups waren alle schwer bewaffnet mit großen Wasserpistolen, an jedem Haus standen Wannen oder lagen Schläuche für den Wassernachschub und es wurde geballert was das Zeug hielt. Am schlechtesten dran waren die Leute in den Tuktuks, weil sie sich nicht wehren konnten. Die Pickups wurden teilweise von Massen beschossen und aus Kübeln begossen. Kurz: es war ein riesen Spaß bei dem warmen Wetter und wir waren innerhalb kürzester Zeit pitschnass. Ich will nächstes Jahr wieder hin, aber nur mit Knarre!

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Weltreise vierte Etappe – Singapur

Singapur hat mich sehr beeindruckt. Das die Stadt sauber und adrett ist, ist ja allgemein bekannt, das wirkt schon manchmal fast steril. Wie aber in dieser sauberen Stadt trotzdem das Leben pulsiert, wie hier die verschiedenen Ethnien zusammen leben und arbeiten, das verblüfft dann letztlich doch. Dazu kommt, dass die Stadt nicht kleckert sondern klotzt, seien es die aus der Flächenknappheit entstandenen Wolkenkratzer, die breiten Straßen oder die Marina Bay. Hier hatte ich das erste Mal das Gefühl, daß die sechs Nächte eindeutig zu wenig sind für das, was die Singapur bietet. Allerdings ist Singapur auch anstrengend für uns Mitteleuropäer. 34 Grad im Schatten und mehr als 70% Luftfeuchtigkeit sind auf Dauer nur schwer zu ertragen.

Weil Singapur so vielfältig ist habe ich die Bilder in drei Gruppen eingeteilt: die Stadt allgemein, die Architektur und Singapur in der Nacht.

Singapur Stadt

Singapur Architektur
Allein die Hochhausarchitektur in Singapur ist schon einen Besuch wert. Faszinierend ist jedoch, wie zwischen den Hochhausviertelsn immer wieder Bereiche mit einstöckigen, bunten Häusern das Stadtbild auflockern. Während in den Wolkenkratzeren vorwiegend Büros angesiedelt sind, also das Arbeitsleben stattfindet, sind die flacheren Viertel vor allem Einkaufs- und Vergnügungsbereiche. Wohnviertel sind vornehmlich in den äußeren Bereichen von Singapur zu finden, hoch gebaut aber großzügig angelegt. Hinzu kommt Marina Bay, das im Zuge der Weltausstellung entstanden ist und vor allem von dem recht exzentrischen Marina Bay Sands und dem ArtScience Museum dominiert wird.

Singapur bei Nacht
Wir hatten leider nur die Zeit, uns die Gardens by the Bay und Marina Bay bei Nacht anzusehen und dort zu fotografieren. Marina Bay hat eine ähnliche Athmosphäre wie Hongkong, nur ist in Singapur rund um die Bay die ganze Nacht Musik, außerdem zwei Mal am Abend eine Laser- und Wassershow. Wer es gemütlich haben möchte, legt sich nach Sonnenuntergang unter die künstlichen Bäume von Gardens by the Bay, genießt die Musik und die Lichtshow, die ebenfalls zwei Mal am Abend stattfindet.

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